Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst

Teil 4 der Predigtreihe
„Geistliche Heimat? Oder verzichtbarer Ballast? – Die Kirche“



 

Liebe Gemeinde!
    Einmal in meinem Leben habe ich an einem Hausbau mitgewirkt: das war 1982 im afrikanischen Rwanda, als ich mit einer Partnerschaftsgruppe von 12 Jugendlichen erstmals dort war. Wir haben gemeinsam mit 12 rwandischen Jugendlichen für einen Landarzt eine kleine Praxis gebaut, ein Haus mit damals 3 Räumen. Zunächst, logisch, war das Fundament an der Reihe. Unter den Bedingungen damals eine unglaubliche Plackerei: es hieß den Boden etwa 50 cm tief ausheben und den Hohlraum dann mit großen Steinen auffüllen, die wir uns aber zum Teil mit bloßen Hämmern und Spitzhacken erst mal zurecht hauen mussten. Das Ganze ordentlich betonieren, den Beton präzise glätten und damit die Grundfläche für das Mauerwerk gewinnen. Im Vergleich mit diesen Vorarbeiten waren die Mauern recht schnell hochgezogen. Damals habe ich eindrücklich gelernt: auf das Fundament kommt es an, wenn man etwas bauen will. Alles hängt davon ab, wie solide und tragfähig es ist. Wenn irgendwo gespart werden muss – nun denn, aber bitte nicht am Fundament.

    Was für einen Hausbau gilt, das gilt genauso für die Kirche. Auch sie muss sich immer wieder fragen: was ist mein Fundament, worauf sind wir Christen, worauf ist unsere Gemeinschaft gegründet? Auf diese im wahrsten Sinne des Wortes „fundamentale“ Frage antwortet die Kirche seit alters her mit dem Verweis auf die Apostel, die von Jesus berufenen Jünger, die er nach seiner Auferstehung eingesetzt hat, damit sie die christliche Botschaft in die Welt trugen. „Apostolisch“ muss die Kirche sein, oder sie ist nicht die Kirche Christi, sowie wir es vorhin in der Lesung aus Epheser 2 hörten: „... erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist.“ (Epheser 2,20)

    Nun jedoch stellen sich gleich mehrere Fragen: Zunächst: wie stellt man das fest, ob die Kirche „auf den Aposteln“ gründet? Da gibt es in der Geschichte der Kirche verschiedene Antworten. Klassisch evangelisch: die Kirche gründet auf der Bibel, der Heiligen Schrift, und deren neutestamentliche Schriften, die stammen von den Aposteln, wie die Namen schon sagen: Matthäus, Johannes... Wobei es da gleich schwierig wird: einen Apostel Markus etwa suchen wir im Neuen Testament vergebens, ebenso wie einen Apostel Lukas. Nun ja, sagt man dann: das waren sogenannte Apostelschüler, die dürfen noch so eben mitzählen.

    Und dann der „Apostel Paulus“ – auch eigentlich kein „richtiger“ Apostel, der aber für sich selbst in Anspruch nimmt, als letzter noch sozusagen „nachnominiert“ worden zu sein.

    Was aber machen wir mit dem Hebräerbrief, für den im Neuen Testament gar kein Verfassername angegeben wird? Nun, der Hebräerbrief hat wohl deshalb ins Neues Testament Eingang gefunden, weil man ihn zeitweise für einen Brief des Paulus hielt.

    Ich denke, Sie merken schon: dieses Kriterium der Apostolizität, verstanden im Hinblick auf die Verfasserschaft der neutestamentlichen Schriften, ist kaum wirklich durchzuhalten. Erst recht gilt das, seitdem die Bibel historisch-kritisch untersucht wird. Kurz gesagt: vermutlich keines der neutestamentlichen Bücher geht wirklich auf ein Mitglied des Zwölferkreises zurück. Nach heutigem Stand der Erkenntnis sind lediglich einige der Paulusbriefe wirklich von Paulus. Diese Bestandsaufnahme bedeutet nun aber nicht, hier sei ständig in manipulativer Absicht Etikettenschwindel betrieben worden. Es war in der Antike üblich, Bücher nach berühmten Leuten zu benennen, denen man sich verpflichtet wusste. Das ist den Büchern der Bibel nicht anders ergangen.

    Aber gehen wir noch einen Schritt weiter: selbst wenn alle Verfassernamen der Bibel historisch korrekt wären: die Autoren schreiben zum Teil dermaßen unterschiedlich, ja widersprüchlich, dass der Begriff „apostolisch“ noch lange nicht automatisch als Passepartout für die Frage taugen würde, was denn nun „das“ Fundament der Kirche ist. Schon Martin Luther ordnete einige Briefe des Neuen Testaments weiter nach hinten in der Reihenfolge, weil er mit einigen ihrer Aussagen theologisch im Clinch lag. Und er entwickelte ein Kriterium dafür, was für ihn nun wirklich in einem strengen Sinne „apostolisch“, fundamental für den Glauben sei: „was Christum treibet“, so nannte er dieses Kriterium. Will sagen: alles in der Bibel ist daraufhin zu befragen, ob es der Verkündigung Jesu Christi entspricht. Wenn ja, haben wir es mit dem Fundament des Glaubens zu tun, wenn nein, dann nicht. Ich komme darauf noch zurück.

    Die römisch-katholische Kirche beantwortet die Frage nach der Apostolizität der Kirche anders als die evangelische: für sie ist entscheidend: Wer steht in der apostolischen Sukzession, will sagen: welche geistlichen Amtsträger gehen in einer ununterbrochenen Folge durch die Kirchengeschichte zurück auf die Apostel, also bis zum Apostel Petrus, den die katholische Kirche ja als den ersten, durch Christus selbst eingesetzten Papst ansieht. Wer nicht in diese Linie gehört oder sich gar selber außerhalb dieser Linie stellt, mit dem ist Kirchengemeinschaft nicht möglich. Das ist der Grund, warum die römisch-katholische Kirche bis heute die reformatorischen Kirchen nicht im Vollsinne als Kirchen anerkennt. Denn die Reformatoren haben eben außerhalb dieser durch Rom kontrollierten und legitimierten Linie ihre Kirchen gebaut. Sie haben gerade im Widerspruch dazu selber Amtsträger eingesetzt.

    Wiederum liegt auf der Hand, was fragwürdig an diesem Verständnis von Apostolizität ist: sollte die bloße historische Kontinuität der Priesterweihen schon dies garantieren, dass die Kirche auch geistlich in der Tradition der Apostel steht? Dies kann man nur behaupten, wenn man letzten Endes von der Unfehlbarkeit des kirchlichen Amtes, verkörpert durch den Papst, überzeugt ist. Das ist bei der katholischen Kirche bekanntlich der Fall. Die Auffassung, der Papst sei von vornherein irrtumsfrei, wenn er in bestimmten von ihm selbst definierten Situationen festlegt, was in Fragen des Glaubens und des sittlichen Handelns christliche Lehre sei, diese Auffassung ist also durchaus nicht etwa eine eher nebensächliche Spitze katholischer Theologie, sondern sie veranschaulicht die Grundlagen der katholischen Lehre von der Kirche.

      Hierzu jedoch meine ich: ein unfehlbares Lehramt ist der Bibel nun wirklich fremd. Gerade wenn man auf Petrus blickt: ihm macht Jesus die größten Verheißungen, und doch erweist er sich immer wieder als menschlich-allzumenschlich. Die Pointe ist hier, dass Jesus seine Verheißungen gegenüber Petrus aufrechterhält, obwohl dieser sich immer wieder als so enorm fehlbar erweist! Zwar mag es in uns das Bedürfnis geben, jemanden zu brauchen, dessen Rede zumindest in bestimmten Situationen nicht dem Risiko des Irrtums ausgesetzt ist. Aber Gott stellt uns diesen Jemand leider nicht in Aussicht – und vielleicht ist das ja sogar gut so, denn die Möglichkeit des Irrtums gehört nun mal zu unserer Menschlichkeit hinzu, und Gott will uns als Menschen – und nicht als kleine Götter.

    Noch dazu ist es historisch betrachtet höchst unwahrscheinlich, dass die Reihe der Priesterweihen wirklich lückenlos bis auf Petrus zurückgeht. Und wenn man auch das noch zugesteht, dann meine ich: auch das katholische Verständnis der Apostolizität ist gleich in mehrfacher Hinsicht nicht gerade überzeugend.

    Was aber ist nun zu tun, wo sich sowohl das traditionelle evangelische als auch die traditionelle katholische Verständnis von „Apostolizität“ als so problematisch erwiesen haben? Können wir überhaupt noch einen Zugang zu diesem Phänomen der Apostolizität gewinnen; haben wir überhaupt noch die Möglichkeit, uns als Kirche heute auf das Fundament zu gründen, das die Kirche ursprünglich hatte?

    Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen an die Predigtreihe, die wir von der Kottenforstgemeinde letztes Jahr gemeinsam mit der Johanniskirchengemeinde durchgeführt haben. Da ging es in meiner Predigt unter anderem um den evangelischen Grundsatz: „allein die Schrift“ solle Richtschnur unseres Glaubens sein. Ich habe diesen Grundsatz damals verteidigt, denn auch unter Berücksichtigung aller historisch-kritischen Forschung, ja gerade wenn man deren Erkenntnisse ernst nimmt, dann steht Folgendes fest: in diesen uns im Neuen Testament vorliegenden Schriften begegnet uns das früheste Zeugnis des christlichen Glaubens, das es überhaupt gibt. Auch wenn die Namen der Verfasser längst nicht immer die historische Realität wiedergeben: gerade im Vergleich mit den ja ebenfalls existierenden nicht ins Neue Testament aufgenommenen Schriften der frühen Kirche erweisen sich die Schriften des Neuen Testaments als erstaunlich seriös, als gebunden an die Geschehnisse, von denen sie berichten. Das ist bei den anderen Schriften, den so genannten „Apokryphen“, häufig viel weniger der Fall. Da wurde etwa im 4. Jahrhundert schon durchaus sorgfältig ausgewählt, als man das „Neue Testament“ zusammenstellte.

    Und deshalb meine ich: wir kommen der „Apostolizität“ schon recht nahe, wenn wir uns an das Neue Testament halten. Dort jedoch werden wir in der Tat nicht unbedingt einem in jeder Frage ganz eindeutigen Zeugnis begegnen, wo jede Äußerung mit der anderen im Ergebnis identisch wäre. Aber ist das eigentlich von Nachteil? Können wir es nicht im Gegenteil sehr positiv verstehen: so nämlich, dass wir durch die Bibel eben nicht in ein Schema F gezwängt werden, sondern dass uns vielmehr in einem bestimmten Rahmen verschiedene Zugänge zu Christus eröffnet werden? Dabei ist beides von Belang: der bestimmte Rahmen ebenso wie die verschiedenen Zugänge!

    Ich verweise an dieser Stelle immer wieder gern darauf, wie genial ich die Entscheidung der frühen Kirche im Hinblick auf die Evangelien im Neuen Testament finde: weder hat sie nur ein einziges als Heilige Schrift berücksichtigt, noch hat sie andererseits den totalen Wildwuchs an Berichten über Jesu Leben toleriert. Gegen beide Extreme hat sie sich abgegrenzt und die berühmten 4 Evangelien aufgenommen: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. An dieser simplen Tatsache sehen wir, was in der Kirche grundsätzlich gelten sollte: weder wird uns dort Uniformität im Glauben abverlangt, noch werden wir der totalen Beliebigkeit preisgegeben. Noch einmal: es wird uns ein Deutungsrahmen gegeben, und innerhalb dessen werden uns verschiedene Zugänge zu Christus eröffnet. Die Kirche tut gut daran, diese unglaublich weise Entscheidung immer wieder aufs Neue wertzuschätzen!

    Allerdings bewegen wir uns, wenn wir diese Dinge bedenken, immer noch auf der formalen Ebene. Über den Inhalt dessen, was apostolisch genannt zu werden verdient, haben wir damit noch nichts gesagt. Und hier möchte ich den Faden wieder aufnehmen, den ich vorhin bei der Erwähnung Martin Luthers liegengelassen habe.

    Luther sah die Vielfalt im Neuen Testament, ja er sah auch, dass da manches Widersprüchliche beieinander steht. Und er hat, so sagte ich, ein inhaltliches Kriterium angegeben, um innerhalb der neutestamentlichen Vielfalt zu gewichten: wo haben wir es mit dem Zentrum des christlichen Glaubens zu tun und wo mit Dingen, die niedriger zu hängen sind? Luthers Kriterium lautet: „Was Christum treibet“, also, mit Worten unserer Zeit gesprochen: was den Geist atmet, der Christus erfüllt hat und den er ausgestrahlt hat, das ist das Zentrum des Glaubens; das verdient es mithin auch, im Vollsinne apostolisch genannt zu werden, unabhängig von der Frage, wer es denn nun wirklich formuliert hat.

    „Was Christum treibet“ – das ist natürlich wiederum so eine Formel, die uns nicht jede Frage gleich beantwortet. Gleichwohl meine ich, diese Formel ist enorm hilfreich: „Christus“ – damit verbunden ist Gottes Zuwendung zu uns Menschen, seine Bereitschaft, sich ganz und gar auf uns und unser Leben einzulassen, einschließlich des Leides und des Todes. „Christus“ – in diesem Namen ist dies kondensiert, dass Gott einer von uns wird und zugleich der ganz Andere bleibt. Und der uns genau in dieser so widersprüchlich erscheinenden Doppelheit aus den Begrenzungen und Zwängen unserer irdischen Existenz herausführt. –

    Sie merken, liebe Gemeinde: ich versuche, ein wenig stammelnd das nachzubuchstabieren, was dieser Name „Christus“ bedeutet, wofür er steht. Alles, was ich da formuliere, bleibt selbstverständlich zurück hinter der Realität der Person, die diesen Namen trägt. Jemand anders würde diesen Namen anders nachbuchstabieren. Es ist ein immer neues Ringen darum, was dieser Name für uns bedeutet. Nie werden wir unter den Bedingungen unserer irdischen Existenz diese Aufgabe wirklich und zufriedenstellend erledigen.

      Aber gerade das gehört wiederum zu diesem Namen hinzu: die Offenheit nach vorn. Dieser Christus ist der, von dem wir bekennen, dass er bereits hier auf Erden war und seine unverwechselbaren Spuren unter uns hinterlassen hat. Und dann bekennen wir ebenso von ihm: er wird wiederkommen und sein Werk vollenden. Diese Vollendung steht noch aus. Und damit ist ein Raum eröffnet, der noch zu füllen ist und der uns wiederum davor bewahren sollte, zu meinen, wir könnten allzu definitiv, unüberbietbar, endgültig von Christus reden. Das habe ich letzten Sonntag schon im Hinblick auf die Katholizität der Kirche gesagt.
      
      Und ebenso ist auch die Apostolizität der Kirche etwas Unabgeschlossenes: nach hinten hin, sofern wir, wenn wir ehrlich sind, eben gar nicht mehr ganz genau rekonstruieren können, was nun das ursprünglich Apostolische ist. Und nach vorne hin, sofern wir von dem, der einst seine Apostel eingesetzt hat, die Vollendung allererst noch erwarten.
      
      Die Kirche, die Gegenstand des Glaubensbekenntnisses ist, so wie ich es verstehe, und auch die Kirche, der ich angehöre und gern angehöre: diese Kirche ist eine solche, die mir und uns auf der einen Seite eine Verwurzelung im Zeugnis der Apostel, der Urchristenheit ermöglicht. Niemand von uns sollte so hochmütig sein zu meinen, er habe so eine Verwurzelung nicht nötig! Durch sie gewinnen wir im Glauben Standfestigkeit. Und diese Kirche ist zugleich eine solche, die nach vorn hin offen ist und uns deshalb Freiheit ermöglicht, weil sie ihre Vollendung noch erwartet, so wahr die Apostel selber auf diese Vollendung hin offen waren und genau das auch in ihrer Predigt immer wieder betont haben. Feste Verwurzelung einerseits und Freiheit andererseits – dies beides sollte in der apostolischen Kirche Jesu Christi lebendig sein.
      
      In der „Zwischenzeit“ zwischen dem Auftreten der Apostel und der Vollendung durch Christus selbst sind wir eingeladen, das Zeugnis der Apostel immer wieder neu zu hören. Gerade weil es ein mehrstimmiges Zeugnis ist, haben wir Grund zu der Hoffnung, dass es sich uns in verschiedenen Situationen unseres Lebens und unter den höchst unterschiedlichen Voraussetzungen sozialer und charakterlicher Art, die wir mitbringen, immer wieder neu erschließen wird. Und wenn uns diese Mehrstimmigkeit zu verwirren beginnt, dann machen wir es doch wie Luther: suchen wir das, „was Christum treibet“.
      
      Oder, mit einem anderen Wort Luthers gesprochen: vertrauen wir darauf, dass die so vielstimmige Schrift sich immer wieder als ihre eigene Interpretin erweisen wird, dass ihre schwierigen, „dunklen“ Stellen immer wieder durch ihre „hellen“, uns unmittelbar ansprechenden und einleuchtenden Passagen selber erhellt werden.
      
      Wenn ich vorhin in Auseinandersetzung mit der katholischen Anschauung des Apostolischen sagte, da gebe es ja bei uns bisweilen ein regelrechtes Bedürfnis, jemanden zu haben, bei dem wir ganz sicher sein können, dass er uns auch wirklich Gottes Wort und nichts sonst verkündet, dann muss ich ja leider hinzufügen: ich bin davon überzeugt: diesen Jemand, diese unfehlbare Instanz gibt es nicht.
      
      Aber das muss uns nicht verzweifeln lassen: Gott will sich uns immer wieder in seinem Wort neu erschließen – vielleicht häufig gerade in Situationen und durch Menschen, bei denen wir gar nicht damit gerechnet haben.
      
      Wichtig ist und bleibt, dass wir anerkennen: wir benötigen ein Fundament für unseren Glauben, das wir uns nicht selber geben können, das Gott uns aber durchaus geben kann und auch will. Wie der Epheserbrief es sagt: Gott gibt uns „den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist.“ (Epheser 2,20)
      
      Liebe Gemeinde, ich habe Ihnen eingangs von unserem Hausbau in Rwanda erzählt. Der dortige Bauleiter hat uns verständlich gemacht, wie wichtig das Fundament für den Bau war. Und obwohl es wirklich übel anstrengend war: wir haben das respektiert.
      
      Genau so ist es mit dem Glauben auch: wir sollten uns die Mühe machen, ihm ein solides Fundament zu geben. Die Heilige Schrift als apostolisches Zeugnis von Christus hält es für uns bereit. Um es zu finden, müssen wir uns immer wieder neu mit diesem Zeugnis befassen. Aber ich verspreche Ihnen: das lohnt sich!
      
      Übrigens: unsere Landarztpraxis in Rwanda, sie steht noch! Was ja durchaus bemerkenswert ist bei allem, was dort so geschehen ist. Ja aus der Praxis wurde inzwischen ein regelrechtes Krankenhaus.
      
      Nehmen wir dies als Zeichen für die Möglichkeiten, die auch im Fundament unseres Glaubens liegen. Es mag immer wieder in Frage stehen, schwach und undeutlich erscheinen. Aber wenn wir uns darin verankern, wird Gott etwas Großes und Grundsolides aus unserem Bau machen. Amen.