Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst

Teil 2 der Predigtreihe „Du sollst (nicht)…“

Vom Segen und Fluch der Gebote in der Bibel



Liebe Gemeinde,
    „Du sollst…“ – „Du sollst nicht…“: von den biblischen Geboten handelt meine diesjährige Predigtreihe, und am vergangenen Sonntag hatte ich gleich zu Beginn großen Wert darauf gelegt, dass die Gebote gerade nicht das Wichtigste sind, was die Bibel uns zu sagen hat. Das Wichtigste, so hatte ich gesagt, sei die Botschaft von der Liebe und der Gnade Gottes, die sich an uns Menschen gerade dann richtet, wenn wir an seinem Gebot scheitern, wenn es uns gleichsam den Spiegel vorhält und uns mit unserem Versagen konfrontiert.  
Heute möchte ich zwar natürlich nichts von dem zurücknehmen, was ich da letzten Sonntag gesagt habe, aber ich möchte dem Rechnung tragen, dass die Bibel selbstverständlich die Gebote mit dem Anspruch überliefert, dass sie auch befolgt werden wollen, ja dass sich an unserer Haltung gegenüber diesem Anspruch unser Verhältnis nicht nur zu unseren Mitmenschen und unserer Mitwelt überhaupt, sondern auch zu Gott entscheidet.
Schon die Lesung aus dem Matthäusevangelium macht es unmissverständlich deutlich: einfach nur „Herr, Herr“ rufen, das kann es nicht sein – jedenfalls dann nicht, wenn dem Hilferuf keine Bereitschaft entspricht, auch ganz praktisch das zu tun, was geboten ist. Das ist schon im Alten Testament so, und ich möchte jetzt eine Passage aus dem Buch des Propheten Micha mit Ihnen teilen: Micha 6,1-4+6-8:
Hört doch, was der HERR sagt: Auf, tritt an zum Rechtsstreit! Die Berge sollen Zeugen sein, die Hügel sollen deine Worte hören. Hört zu, ihr Berge, beim Rechtsstreit des HERRN, gebt acht, ihr Fundamente der Erde! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk, er geht mit Israel ins Gericht:
Mein Volk, was habe ich dir getan, oder womit bin ich dir zur Last gefallen? Antworte mir! Ich habe dich doch aus Ägypten heraufgeführt und dich freigekauft aus dem Sklavenhaus. Ich habe Mose vor dir hergesandt und Aaron uns Miriam. (…)
Womit soll ich vor den HERRN treten, wie mich beugen vor dem Gott in der Höhe? Soll ich mit Brandopfern vor ihn treten, mit einjährigen Kälbern? Hat der HERR Gefallen an Tausenden von Widdern, an zehntausenden Bächen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen hingeben für meine Vergehen, die Frucht meines Leibes für meine Sünde?
Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.
Die Ausgangssituation, liebe Gemeinde, in die hinein diese Worte vom Propheten Micha gerichtet werden, ist, wie es hier heißt, ein Rechtsstreit zwischen Gott und seinem Volk Israel. Dieser Rechtsstreit nimmt seinen Ausgang daran, dass Israel Gottes Gebot mit Füßen getreten hat, angefangen von den Königen, die aber große Teile des Volkes gleichsam mit sich gerissen haben, so ganz nach dem Motto: „Der Fisch stinkt vom Kopfe her.“
Ja insbesondere die Oberschicht lässt es sich gutgehen auf Kosten der anderen – und wenn man die Kritik liest, denkt man fast, man blickt in eine Tageszeitung von hier und heute: wenn es da etwa heißt: „Sie trachten nach bösem Gewinn und lassen sich’s gut gehen: Die hohen Beamten fordern Geschenke, die Richter sind für Geld zu haben, und die Großen entscheiden nach ihrer Habgier – so verdrehen sie das Recht.“ (7,3) Und ob es jemandem wie mir nun passt oder nicht: Auch der Klerus wird hart rangenommen: „Ihre Priester lehren gegen Bezahlung. Ihre Propheten wahrsagen für Geld, und doch berufen sie sich auf den HERRN und sagen: Ist nicht der HERR in unserer Mitte? Kein Unheil kann über uns kommen.“ (3,11)
Jetzt werden wir, die wir vielleicht unsere Professionen hier wiederfinden, sicher Wert darauf legen, dass wir keine solche Kritik verdienen. Aber wenn man allein die vielen Fälle von Vorteilsnahme im Amt, ja bisweilen auch im geistlichen Amt, betrachtet, dann meine ich: so meilenweit ist die Kritik des Propheten von uns nun auch wieder nicht entfernt!
Ich nehme nur einmal die Kritik am Klerus: vielleicht geht es dort gar nicht um die Kritik an einem geregelten Einkommen für unsereinen. Aber eine Versuchung, die hier angesprochen wird, die kenne ich selber gut: immer den lieben, den liebenden Gott ins Zentrum stellen. Es mir und meiner Gemeinde ersparen, auch mal die harten Worte der Bibel hören zu müssen. – Ja könnte es sein, dass meine Predigt vom letzten Sonntag unter ein solches Verdikt fallen müsste? Wenn ich doch sagte, die Gebote seien nicht das Wichtigste, was wir in der Bibel zu hören bekommen, sondern das wichtigste Wort Gottes sei – ich zitiere mich selber: „ein gnädiges, ein liebendes, ein vergebendes Wort, das er an uns als seine Kinder richtet. Ein Wort, mit dem er Ja zu uns sagt, ungeachtet all unseres Versagens gegenüber seinem Gebot“  – wenn ich das so gesagt habe, dann ist das eine sehr gefährliche Aussage, und ich denke, es ist nur redlich, Sie darauf hinzuweisen!
Denn dieses „gnädige, liebende und vergebende Wort“ könnte ja so verstanden werden: Och, wenn ich am Gebot scheitere, dann ist das letzten Endes nicht so schlimm, ja dann ist das geradezu egal – Gottes Gnade und Liebe sind mir ja gleichwohl gewiss; schließlich bin ich doch sein Kind! – Das jedoch, liebe Gemeinde, wäre ein großer Missbrauch der Rede vom liebenden Gott. Es würde im Handumdrehen aus dem liebenden Gott einen harmlosen Gott machen. Da werden wir nun jedoch feststellen müssen: Gott wäre schwerlich schlimmer zu entstellen als dadurch, ihm Harmlosigkeit zu bescheinigen!
Wir bewegen uns mit alledem auf einem schmalen Grat, wohl wahr! Wir können – um im Bilde zu sprechen – auf zwei Seiten vom Pferd herunterfallen: einmal indem wir aus Gott einen eiskalten Richter machen, der jedes menschliche Versagen wie ein programmierter Roboter sanktioniert. Dieser Vorstellung habe ich letzte Woche entgegenzuwirken versucht. Und ich werde ihr noch häufiger entgegenzuwirken versuchen, auch im Rahmen dieser Predigtreihe.
Aber die Gefahr, sozusagen auf der anderen Seite vom Pferd herunterzufallen, ist genau so zu bekämpfen: so nach dem berühmten Motto des französischen Spötters Voltaire: „Pardonner, c’est son métier“! – „Gott vergibt, das ist ja sein Metier!“ So ein weichgespülter Gott wäre nicht der der Bibel; an dieser Stelle dürfen wir Geistlichen es weder uns selbst noch unserer Gemeinde zu bequem machen!
Nun ist es jedoch interessant, wie der Prophet Micha seine Gemeinde für den Anspruch, den Gott an sie stellt, sensibel machen will: Im Grunde macht er es genauso, wie es schon die 10 Gebote machen: bevor er auch nur irgendein Gebot erwähnt, erinnert er Israel an die große Befreiungstat, die es Gott verdankt: die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. Und er erwähnt weitere Wohltaten Gottes gegenüber seinem Volk, die ich hier beim Lesen des Predigttextes ausgespart habe. Entscheidend ist dies, was wir gar nicht genug betonen können: alles, was Gott von seinem Volk fordert, steht auf der Grundlage dessen, was Gott seinem Volk längst gegeben hat! Anders gesagt: alles, was Israel nun leisten soll, beruht auf der Vorleistung, die Gott längst für das Volk gebracht hat! Oder noch einmal anders: was Gott von Israel hier will, ist eigentlich gar nicht in erster Linie Erfüllung eines Gebotes, sondern ein Akt der Dankbarkeit!
Wer diesen Akt der Dankbarkeit ablehnt, der verharmlost Gott, ja der gibt zu erkennen, dass er sich der Größe des Geschenkes, das Gott ihm gemacht hat, offensichtlich gar nicht bewusst ist! Oder dass er dermaßen kaltherzig, wir würden heute vielleicht sagen: dass er dermaßen abgezockt ist, dass er es meint, so etwas wie Dankbarkeit gar nicht empfinden zu müssen. Das jedoch wäre hochtragisch; eine Gesellschaft, in der solche Leute an Zahl und Einfluss zunehmen, wäre die Hölle. Und wer würde bestreiten, dass es diese Hölle sehr real gibt?
Kaum hat das Volk diese Erinnerung an Gottes Befreiungstat gehört, ich könnte auch sagen: diese Liebeserklärung Gottes ihm gegenüber, da tut sich was: immerhin, Israel verhält sich nicht „abgezockt“, sondern der Prophet zitiert, wie Israel sich in großer Unruhe fragt: Wie kann ich jetzt Gott gegenübertreten? Wie kann ich ihm meine Dankbarkeit erweisen?
Und Israel erwägt alles Mögliche: Opfer will es Gott darbringen: junge Kälber, unzählige Widder, Ströme von Öl… Und am Ende erschauern wir regelrecht, wenn wir lesen: „Soll ich meinen Erstgeborenen hingeben für meine Vergehen, die Frucht meines Leibes für meine Sünde?“ (6,7) Das kann es doch wohl nicht sein, oder? Was wäre das für ein Gott, der so etwas fordern würde?
Nein, liebe Gemeinde, das fordert Gott in der Tat nicht. Schon von der Geschichte Abrahams und seines Sohnes Isaak her wissen wir das. Und auch zur Zeit des Micha war Menschenopfer in Israel kein Thema.
Wahrscheinlich denken Sie nun so, wie auch ich beim Lesen dieser Zeilen spontan gedacht habe: wenn schon Micha diesen ganzen Opferkult ablehnt, dann gilt das für uns hier und heute ja wohl erst recht. Das ist doch alles gar nicht mehr unser Problem! Kein Mensch käme auf die Idee, Gott etwas „opfern“ zu wollen in dem Sinne, wie das hier erwähnt wird. Das können wir dann ja wohl schnell abhaken und weitergehen zu dem, was Gott dann wirklich will und was wir wohl wesentlich sinnvoller finden als all diese Erwägungen über das Opfer.
Vorsicht, liebe Gemeinde! Ganz so schnell, meine ich, können wir das mit dem Opfer nicht abhaken! Und zwar deshalb nicht, weil es einen Aspekt bei all diesen Erwägungen über ein angemessenes Opfer gibt, den ich auch für uns hier und heute sehr erwägenswert finde: wer ein Opfer bringt, der bringt „etwas“ dar. Wie gesagt, das eigene Kind wird ohnehin niemandem abverlangt. In jedem Fall aber geht es darum, dass jemand da etwas darbringt – und dann hat er offensichtlich das Nötige getan.
An dieser Stelle wird es problematisch: denn wer so handelt, der möchte letzten Endes mit Gott sozusagen „quitt“ werden. So nach dem Motto: aha, du hast eine Forderung an mich. Ich biete dir nun Folgendes an. Einverstanden? Dann wäre die Sache ja wohl aus der Welt. Wer so redet, liebe Gemeinde, der will sich freikaufen!
An dieser Stelle zeigt sich: wenn Gott gemäß dem, was Micha sagt, keine Opfer will, dann nicht, um es für uns möglichst billig zu machen! O nein, letzten Endes will Gott nicht weniger als solche Opfer von uns, sondern in der Tat mehr! Anders gesagt: er will nicht etwas von uns, sondern er will tatsächlich uns selber!
Und an dieser Stelle sagt Micha nun, was Gott will: dreierlei erwähnt er: „Recht tun“, „Güte und Treue lieben“ und „in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott“. Schauen wir hier genauer hin:
„Recht tun“ – klingt klar und deutlich, ist aber im Zweifelsfall gar nicht so einfach, wie mir die Juristen unter Ihnen sicher bestätigen werden. Worum es geht: wir sind gerufen, uns so gut wir können zu bemühen, Gottes Gebote ernst zu nehmen. Wir haben so schnell die Neigung, sie in Frage zu stellen.
So wird es uns schon ganz am Anfang der  Bibel überliefert: Gott erlässt sein allererstes Gebot: Adam und Eva sollen von allen Bäumen im Garten Eden essen dürfen. Nur vom Baum der Erkenntnis nicht. Eigentlich ein ganz klares und auch nicht schwer zu haltendes Gebot, nicht wahr? Bei der Fülle an Bäumen, an die die beiden ohne Weiteres dran dürfen! Aber schon kommt die Schlange und spricht ihre bekannten Worte: „Sollte Gott gesagt haben…?“ (1. Mose 3,1) – mit solchen Erwägungen geht die Missachtung des göttlichen Gebotes los, und dann geht alles leicht den Bach runter!
An dieser Stelle wird die zweite Forderung des Micha wichtig: „Güte und Treue lieben“ ganz wörtlich „den Gemeinschaftssinn lieben“ – das ist sozusagen die Grundeinstellung, die Gott von uns erwartet. Da ist nicht mehr der je Einzelne Maß der Dinge, sondern der Andere, der Mitmensch, ja die Gemeinschaft der Menschen, an der der Einzelne sein Handeln auszurichten hat. Wenn in einer Gesellschaft verschiedene soziale Gruppen immer eklatanter auseinanderdriften, wenn die einen nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, und die anderen, meist sogar viele andere, kaum über den Tag kommen: liebe Gemeinde, da stimmt etwas mit dieser Grundeinstellung nicht!
Nicht als hätte ich jetzt Paraderezepte für die Lösung aller Konflikte zwischen Reich und Arm dabei, nein: sicher nicht. Aber mir fehlt bei uns doch häufig eine Sensibilität für diese Grundeinstellung – und bisweilen erschrecke ich auch vor mir selber, wenn ich feststelle: du hast dich ja schon selber weitgehend mit alledem abgefunden, du bist selber ja auch nicht sensibel dafür! Hier ruft Micha uns zur Umkehr, und er wird uns diesen Ruf unter keinen Umständen ersparen, liebe Gemeinde!
Schließlich das dritte Element: Micha ruft sein Volk auf: du sollst „in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott“. Da werden heute nun viele Menschen sagen: Dieser Aufruf ist doch wohl verzichtbar – jedenfalls dann, wenn die beiden ersten, die Micha Israel mitgibt, ernst genommen werden. Oder etwa nicht? – Ich meine: es wird schon kein Zufall sein, dass Micha es nicht nur bei moralischen Appellen belässt, so wichtig die auch sein mögen, sondern dass er die Ehrfurcht vor Gott auch erwähnt. Das ist so ähnlich, wie wir es letzte Woche im Hinblick auf die 10 Gebote sahen. Dort stehen eben auch nicht nur Gebote für das zwischenmenschliche Miteinander, sondern außerdem auch die ersten drei, die das Verhältnis des Menschen zu Gott zum Gegenstand haben. Was ist daran so wichtig?
Die Bibel jedenfalls ist von vorne bis hinten der Meinung: wo Menschen nur im Hinblick auf ihr Handeln anderen Menschen gegenüber angesprochen werden,  da fehlt etwas. Da fehlt sozusagen die Grundlage, auf der sie überhaupt nur ihr zwischenmenschliches Verhalten entwickeln und gestalten können. Nur wer sich in Gott verankert weiß, auf einem Grund und Boden also, der außerhalb seiner selbst liegt, der hat – um im Bilde zu bleiben – den nötigen Grund und Boden unter sich, auf dem er sich in angemessener Form seinen Mitmenschen zuwenden kann. Ich könnte auch sagen: der kann sich um andere sorgen, weil er weiß: für mich ist längst von „woandersher“ gesorgt. Entlastet von der Sorge um sich selbst kann er sich der Sorge um andere zuversichtlich zuwenden. Der Ruf des Micha zur Ehrfurcht vor Gott ist die Erinnerung an diesen Grund und Boden, auf dem Israel seit der Befreiung aus der Sklaverei steht!
Wir Christen dürfen uns da durchaus mitangesprochen fühlen. Und wir wissen noch Eines mehr: in den Worten des Micha klingt ja die Erwägung an, Gott solle vielleicht durch das Opfer des Erstgeborenen gnädig gestimmt werden. Diese Erwägung, wir hörten es, wird sogleich abgewiesen. Das erwartet Gott nicht von uns. Das Neue Testament jedoch legt Wert auf die Feststellung: genau das hat Gott selber getan: er hat seinen Erstgeborenen dahingegeben, uns zugute. Das wäre selber ein Thema für mehr als eine Predigt, und wir haben hier ja schon häufig und aus unterschiedlichen Perspektiven darüber nachgedacht. Heute ist das nicht unsere Aufgabe. Aber darauf hinweisen wollte ich doch!
Und so bin ich fast unversehens am Ende dieser Predigt doch wieder dabei angekommen, was letzten Sonntag im Zentrum stand. Das wichtigste Wort der Bibel ist nicht Gottes Gebot, sondern die Zusage seiner Liebe und Gnade an uns. Aber wir haben heute hoffentlich durch den Mund des Propheten Micha sowie schon durch die Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus deutlich gehört: das Wort der Liebe und Gnade dient nicht dem Zweck, das Gebot für unwichtig oder gar Gott für harmlos zu erklären.
Ja eigentlich sollte es so sein: wer das Wunderbare, das so gar nicht Selbstverständliche und vor allem das so völlig Unverdiente der Liebe und Gnade Gottes zu uns Menschen wahrgenommen hat, der sollte gar keines Gebotes mehr bedürfen, sondern dessen Leben sollte gleichsam ganz von selber ein einziger Akt der Dankbarkeit Gott gegenüber sein, der sich in der Liebe zum Mitmenschen, ja zur gesamten Schöpfung ausdrückt.
Da es aber nun mal erfahrungsgemäß nicht oder jedenfalls längst nicht immer so ist, dass wir Gottes Liebe und Gnade so wahrnehmen, brauchen wir offensichtlich das Gebot als mahnende Erinnerung an das, was Gott von uns fordert. Wie sagt der Prophet Micha: „Es ist euch gesagt!“ – also dann: lassen wir uns von ihm daran erinnern, nehmen wir Gottes Gebot ernst und bemühen wir uns nach Kräften, danach zu  leben, so gut wir können. Was dann in unserem Leben immer noch unvollkommen, ja Anlass zu Enttäuschung bleiben wird, das dürfen wir dann in der Tat Gottes Liebe und Gnade anvertrauen! Amen.

Predigt-Archiv

In unserem Archiv haben wir über 500 Predigten aufbewahrt. Alle Predigten wurden in den Predigtstätten der Kottenforstgemeinde von unseren Pfarrern, Vikaren und Gastpredigern in den Jahren  2003 bis 2016 gehalten. Die Predigten eines Jahres sind in jeweils in einer pdf-Datei zusammengefasst, die nach Stichworten durchsucht werden kann.